Microsofts Werbe-Geniestreich

Microsoft hat es bis dato nicht leicht das spannende Konzept ihrer Xbox One potenziellen Kunden schmackhaft zu machen. Besonders die neue Kinect-Kamera, der große Anziehungspunkt des Gesamtpaketes bereitet vielen Interessierten bisweilen Kopfzerbrechen. Auf der einen Seite gab es kaum überzeugende Vorstellungen, die den höheren Preis rechtfertigen, verursacht durch den beiliegenden Sensor. Alle Kinectspiele können auch mit dem herkömmlichen Controller gesteuert werden. Auch die vorliegenden Testberichte lassen kein gutes Haar an seiner technischen Umsetzung. Auf der anderen Seite steckt Microsoft, wie allgemein bekannt, mit der amerikanischen Nationalen-Schnüffel-Agentur unter einer Decke und verkauft vielleicht vertrauliche Daten ihrer Kunden an die Spione.

Wie also dem Kunden zeigen wie toll und sinnvoll Kinect ist und gleichzeitig sein Vertrauen in der Privatsphäre-Affäre nicht verlieren? Man könnte Zukunftsprojekte mit beeindruckenden Trailern demonstrieren, um Interessen zu wecken und gleichzeitig ein Paket ohne Kinect anbieten. Nicht jedoch Microsoft. Ihre Vorstellung von Überzeugungsarbeit sieht so aus:

xbone adFür diejenigen unter euch, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, hier die Übersetzung:

Hast du schon gewusst…das ist der neue Kinect-Sensor. Hier könnte jetzt stehen welche Vorteile er mit sich bringt, aber wir wollten dich nur darüber informieren, dass du den hässlichen Klotz über die Software deaktivieren oder ganz ausstöpseln kannst. Die Xbone braucht ihn nicht, um zu funktionieren, bezahlen musst du den Mist aber trotzdem, du Trottel. 😆

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Gamescom 2013: Microsoft

Nach dem höchst blamablen Auftritt zur E3 und der megapeinlichen 180° Wende, versucht Microsoft täglich das Image ihrer XBOX ONE in ein besseres Licht zu rücken. Bisher konzentrierte man sich verbissen auf den Heimatmarkt, mit Angeboten, die den Rest der Welt nur wenig interessieren oder ihm gar nicht erst zugänglich sein werden. Jetzt aber hatte man die Gelegenheit auch die europäischen Fans der Marke von den Qualitäten des Produktes zu überzeugen.

Leider schämte man sich so sehr für den letzten Auftritt, dass die Gamescom-PK im Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Lediglich wenige handverlesene Medienvertreter durften sich von Microsoft-Lakaien hinter verschlossenen Türen belabern lassen. Wir haben uns die Mühe gemacht alle News-Fetzen zusammenzutragen und präsentieren euch das enttäuschende Gesamtbild:

  • Das neue geheimnisvolle Exklusivspiel ist Fable Legends, ein Spin-Off Online Koop-Spiel der langweiligen RPG-Marke, aus der Feder des Lügenpeters. Nur ist er diesmal nicht von der Partie.
  • Das berüchtigte Fighters Uncaged bekommt einen Nachfolger für die Xbone: Fighter Within, ein Prügelspiel, das ausschließlich über die NSA-Cam gesteuert wird.
  • Das Killer Instinct Preismodell wurde vorgestellt. F2P mit einem spielbaren Charakter, jeder weitere kostet 5 Steine. Zum Start stehen ganze 6 (lol) Charaktere zur Auswahl. Das volle Gesamtpaket kosten 40 Kröten.
  • (Zeit?)exklusives DLC für The Division und Fifa 14 angekündigt, sowie Zeitexklusivität für die Krachergames Peggle 2 und PvZ Garden Warfare.
  • Ein Multiplayer-Mode für das QTE-Spiel Ryse wurde vorgestellt. Dort müsst ihr schnell die auf dem Bildschirm angezeigten Knöpfe auf eurem Controller finden und drücken, sonst spielt sich das Spiel von allein.
  • CallofDoody 2013 bekommt dezidierte Server und Xbone-Bundles. Teh Powerz of teh Claud!
  • Wer in Europa so dumm sein sollte eine Vorbestellung für die Xbone aufzugeben, wird mit einem Downloadcode für Fifa 14 bestraft.
  • Das Spielstartlineup besteht aus 23 Titeln, vorwiegend Last-Gen-Müll, Kinect-Crap und viel SportsSportsSports.
  • Dar Marktstart der Xbone liegt immer noch im Verborgenem.

Ich hoffe eine dieser Megaton-Ankündigungen konnte auch eurem Hype gerecht werden. Sony wird es heute Abend jedenfalls relativ schwer haben, da noch einen drauf zu setzen!

XBOX 180: Heuchlersoft rudert panisch zurück

Die diesjährige E3 wird allen Zockernerds und Hobbyjournalisten lange im Gehirnschmalz stecken bleiben. Selten zuvor konnte ein Konsolenhersteller seiner Konkurrenz so dreist mit dem nackten Hintern ins Gesicht springen, wie es Sony getan hat. Dabei musste sie nicht einmal Shenmue oder Half-Life  ankündigen, um die Massen in  Hysterie und Fieberwahn zu versetzen. Man bestätigte lediglich, dass man nicht den Verstand verloren hat und bei weitem nicht so realitätsfremd ist wie der durchgeknallte Gegenspieler.

Nach der gewaltigen Blamage und der Schmach die Microsoft nach ihrer E3 Konferenz ertragen musste,  gab der Ober-PR-Knecht nun bekannt, dass man von seinen habgierigen und menschenrechtsverletzenden Plänen vorerst abrücken möchte. Kein Online-DRM, keine Gebrauchtspiel-, oder Regionalsperre und Spiele darf man nun doch verleihen und verkaufen, letzteres allerdings nicht zum Start. Dafür geht ihr Family-Demo-Shareplan und die Cloud-Spielbibliothek den Bach runter. Somit kriecht man wie ein räudiger Hund vor Sonys Füßen und gibt sich der Übermacht kläglich geschlagen! Unzählige andere Negativpunkte bleiben weiterhin bestehen. Doch mit dieser Entscheidung konnte man seine Chancen auf den Sieg von 0% auf  zumindest 1% steigern und der achte Konsolenkrieg wird um 0,5% spannender.

Nüchtern betrachtet ist man vom ersten echten Säbelrasseln noch fast ein halbes Jahr entfernt. Und in dieser Zeit kann sich noch einiges ändern, wie diese feige Flucht zurück zu Mama vorbildhaft verdeutlicht. Wir analysieren die aktualisierte Vertriebsstrategie beider Kontrahenten und überlegen was noch alles passieren kann.

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